Sitemap | Kontakt | Impressum


 

 

 
 
Samstag, 06. Februar. 2016 09:09 Alter: 4 Monat(e)

Die 22. internationale Netzwerkkonferenz

Von: Axel Städele

Zwölf Partnerschulen aus acht verschiedenen Ländern waren vom 27. bis 29. Januar der Einladung nach Dreieich gefolgt: Seit längerem etablierte Partner aus Großbritannien, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, der Türkei und Japan trafen ebenso in der Heinrich-Heine-Schule zusammen wie neue Gäste aus Italien und Tschechien. Insgesamt kamen 28 internationale Lehrkräfte sowie 20 Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschulen zu Besuch. Auf Schulleitungs-, Lehrer- und Schülerebene wurde gemeinsam gearbeitet, Erfahrungen ausgetauscht und zukünftige Projekte geplant.

Unter dem Rahmenthema "Europe in motion" konnten die Jugendlichen in drei Workshops tätig werden, welche die Schwerpunkte "Arts", "Culture"
und "Music" thematisierten.

Neben den bilateralen Schüleraustauschen bildeten aber vor allem die großen multilateralen Projekte im Rahmen des "Erasmus Plus" den Mittelpunkt. Derzeit laufen gleich drei Erasmus Plus Projektanträge, die mit den Themen "High Tech", "Flüchtlinge" und "Menschenrechte" auf die aktuellen globalen Herausforderungen eingehen und versuchen Antworten zu finden. Zuerst geschieht das in den Klassenzimmern der jeweiligen Schulen, später dann bei gegenseitigen, internationalen Besuchen. Die EU stellt für diese Austauschprojekte europaweit 14,8 Milliarden Euro zur Verfügung.

Natürlich durfte auch die gemeinsam erlebte Freizeit nicht zu kurz kommen, so wurden für die teilnehmenden Schülergruppen Ausflüge in eine Kletterhalle, ein Kinobesuch sowie eine Abschiedsfeier inklusive Disco organisiert.

Der Kinofilm "Mediterranea", welcher die Odyssee zweier Flüchtlinge von Burkina Faso bis nach Italien thematisiert, knüpfte somit an das von der HHS koordinierte Erasmus Plus Projekt "Refugees in Europe – Our future in motion" an. Einen emotionalen Höhepunkt der Netzwerkkonferenz bildete dabei auch die Präsentation der Workshop-Ergebnisse, bei denen unter anderem der Schmerz und die Traurigkeit in den Gesichtern der Flüchtlinge kunstvoll auf Leinwände gezeichnet wurde.

„Das Thema Flüchtlinge wird das bestimmende Thema für die nächsten Jahre für Gesamteuropa sein. Da ist es natürlich sehr spannend, mit Menschen aus der Türkei, aus England oder Frankreich zu diskutieren, weil die politische Haltung ja doch sehr unterschiedlich in den Ländern ist“, betonte die Koordinatorin des Projektes Christina Höhn. „Als Europaschulen eint uns aber die positive Grundstimmung für ein gemeinsames Europa.“