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Montag, 23. Juni. 2014 19:29 Alter: 5 Monat(e)

Comeniusprojekt „Erster Weltkrieg“ vorgestellt an der Fachtagung des PAD in Bonn „Gemeinsam erinnern – gemeinsam Zukunft gestalten“ (26./27.05.2014)

Von: Zschätzsch / Tätzsch

Frau Zschätzsch und Herr Tätzsch haben auf Einladung der Kultusministerkonferenz das Projekt „World War I and European Identity“ am ersten Konferenztag einem breitem internationalen Fachpublikum vorgestellt.

 

Mit Begeisterung wurde die Darstellung über den bisherigen Projektverlauf aufgenommen. Das Projekt, das die Heinrich-Heine-Schule als Koordinator mit Frankreich, England und den Niederlanden durchführt, ist als eines von vielen internationalen Projekten vom PAD ausgewählt worden, um interessierten Teilnehmern Beispiele und Anregungen für ihre Projektarbeit zu geben.


Die Konferenz begann mit Vorträgen zum Begriff der Erinnerungskultur in den europäischen Ländern. Markus Meckel, der Präsident des Verbands der deutschen Kriegsgräberfürsorge (VdK), stellte in den Vordergrund, dass das geschichtliche Erinnern nicht Faktenwissensvermittlung ist, sondern vielmehr die Beurteilung historischer Ereignisse von unseren heutigen Werten aus bedeutet. Der Ansatz unseres Projekts will den klassischen Geschichtsunterricht umgehen, indem sich die Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Blickwinkeln und mit Hilfe verschiedener Techniken Zugang zu dem Phänomen des Ersten Weltkriegs verschaffen.

Nach Meckel ist die Europäische Union eine Lehre aus der Geschichte. Genau diese Erkenntnis zu vermitteln, ist ein Ziel unseres Comeniusprojekts.

Mit großem Interesse haben wir die Analysen von Prof. Dr. Geiß, Didaktikprofessor an der Universität Bonn, verfolgt. Er hat die Darstellungen des Ersten Weltkriegs in deutschen, französischen, britischen und russischen Geschichtsbüchern verglichen. Trotz unterschiedlicher Herangehensweisen gibt es verbindende Elemente: in keinem Lehrbuch wird einem einzelnen Staat die Kriegsschuld zugewiesen, kein Lehrbuch maßt sich nationale Verherrlichung an, in allen wird die Beschreibung des Leids und der Schäden in den Vordergrund gerückt. Diese Multiperspektivität und das Erkennen von gemeinsamen und unterschiedlichen Werten ist Bestandteil unserer Projektidee.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Frau Sylvia Löhrmann, beendet ihre Begrüßungsrede mit einem Zitat von Hildegard Hamm-Brücher: „Ohne die Erinnerung können wir die Demokratie nicht retten.“