Sitemap | Kontakt | Impressum


 

 

 
 
Montag, 19. Mai. 2014 08:34 Alter: 6 Monat(e)

Europawahl-Aktion am 6. Mai 2014 der Klasse R 10 c

Von: Frau Felke

Die Klasse R 10 c hat am 6. Mai gemeinsam mit dem Europe Direct eine Aktion zur Wahlbeteiligung an der Europawahl 2014 durchgeführt.

 

Die Klasse wurde von Frau Moeller, Europe Direct, vorher auf diese Aufgabe inhaltlich vorbereitet. Wie verhält man sich, wenn jemand nicht angesprochen werden möchte? Welche Informationen braucht man, um Antworten geben zu können? Wie reagiert man, wenn jemand die Europawahl ablehnt? Diese Fragen wurden mit der Klasse besprochen.

 

Ausgestattet mit Informationsmaterial und Luftballons ging es los. Die Schülerinnen und Schüler verteilten sich auf verschiedene zentrale Plätze in Dreieich: Marktplatz, Real-Markt und Frankfurter Straße waren die Hauptstützpunkte des Einsatzes.

 

Die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler waren unterschiedlich, es überwog aber eine freundliche Reaktion der Passanten auf das Angesprochenwerden. Viele waren in Eile, hatten keine Zeit. Alle waren aber darüber informiert, dass Europawahlen stattfinden werden.

 

Die Mehrheit gab an, zur Wahl am 25.5. zu gehen. Es waren meist ältere Passanten, die bereitwillig Auskunft gaben und wohlwollend reagierten. Sie nahmen auch gern das Info-Material entgegen.

 

Einige Nichtwähler waren nicht umzustimmen. Sie könnten mit ihrer Stimme „ja sowieso nichts ändern“ und „alle Politiker seien ja doch gleich“ waren die Hauptargumente. Viele hatten sich zu diesem Zeitpunkt auch schon für die Briefwahl entschieden. Besonders ältere Leute sahen es als ihre Bürgerpflicht an zur Wahl zu gehen. Über die Parteien, die sie wählen wollten, gaben sie keine Auskunft.

Kaum einer der Passanten ließ sich auf eine inhaltliche Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern ein. Für die Klasse war es eine wichtige Erfahrung. Die Schülerinnen und Schüler haben eine solche Aktion, bei der Leute konkret angesprochen werden müssen, zum ersten Mal durchgeführt. Nach den ersten Anläufen seien sie sehr schnell selbstbewusster und sicherer geworden. Viele Passanten seien zunächst zurückgeschreckt, als sie angesprochen wurden. Nach der Nennung der Schule und des Zwecks des Gesprächs sei ihnen aber mit Offenheit begegnet worden. Angeregt durch diese Aktion hat der Großteil der Klasse diese Diskussion zuhause mit Eltern und Großeltern weitergeführt und für sie überraschende Ergebnisse erzielt: viele Eltern waren nämlich nicht informiert.

 

Für die Schülerinnen und Schüler war dies PoWi-Unterricht mit anderen Mitteln und eine Erfahrung, die ihnen vielleicht zu denken gibt. Die Klasse zeigt großes Interesse, auch zu anderen politischen Themen praktischer, mit Aktionen zu arbeiten.